Lofoten März 2020


Nun ist es fast genau ein Jahr her und es wird nun wirklich Zeit für den Reisebericht.
Ich war ja schon einige Tage vorher auf den Lofoten und bin dann zurück nach Harstad gefahren um die Gruppe zu empfangen. Der Flug kam auch fast pünktlich aus Oslo an, allerdings fehlte der Koffer eines Teilnehmers. Die freundliche Mitarbeiterin der SAS empfahl uns den Koffer direkt nach Svolvær schicken zu lassen. Es war auch dir richtige Entscheidung, den am nächsten Tag war der Koffer deutlich vor uns in Svolvær eingetroffen. So ging es dann mit einiger Verspätung nach Harstad ins Hotel zum Abendessen.
Müde von der Anreise zogen sich alle recht schnell in die Zimmer zurück. Ich ging nochmals vor die Tür um ein wenig frische Luft zu schnappen und da war es dann plötzlich, erst ein grauer Schleier und dann aber deutlich zu sehen, das grüne Nordlicht. Also schnell wieder rein und per Telefon alle informiert. Gegen 23:00 waren also alle wieder draußen, um das Schauspiel zu genießen. Da die die meisten ihr Stative noch verpackt hatten, blieb es bei ein paar Handy oder Freihandfotos, aber das Nordlicht war trotz städtischer Beleuchtung gut zu sehen.

Das war natürlich ein gelungener Start. Trotz der kurzen Nacht war alle am nächsten Morgen schon vor dem Frühstück am Hafen um die Begegnung der Hurtigrutenschiffe zu fotografieren. Die nordgehende MS Lofoten und die südgehende MS Nordlys.
Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, das mir wohl ein „historisches“ Foto gelungen ist, denn es war die letzte reguläre Fahrt der MS Lofoten. Bereits die nächste Reise wurde wegen Corona abgebrochen und da die MS Lofoten Ende 2020 außer Dienst gehen sollte, hat es nach dieser Reise keine weitere gegeben.

Die nordgehende MS Lofoten und die südgehende MS Nordlys

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann mit einigen Fotostopps nach Svolvær, wo wir am Abend die MS Nordlys vor unserem Hotel nochmals fotografieren konnten.

Die nächsten Tage erkundeten wir bei dem für die Lofoten typischen Wettermix die Gegend rundum Svolvær, mit Gomsøy, Henningsvær, Kabelvåg usw.

Ein besonderes Erlebnis ist immer die Fahrt mit den Hurtigruten. Dazu fahren wir mit dem Linienbus nach Norden, nach Stokkmarknes. Dort besteigen wir die MS Polarlys und fahren durch den Raftsund zurück nach Svolvær. Trotz sehr wechselhaften Wetters ein sehr eindrückliches Erlebnis.

Für den zweiten Teil der Reise haben wir unser Quartier nach Leknes verlegt um von dort den südwestlichen Teil der Lofoten zu besuchen. Hier ging es nach Eggum, Uttakleiv, Haukland, Nusfjord, Flakstad, Hamnøy, Reine und nach Å ganz am Ende der mit dem Auto befahrbaren Lofoten.

Inzwischen hatte Corona im Rest Europas schon zu immer weiteren Einschränkungen geführt und wir waren etwas in Sorge, ob unsere Rückflüge noch lange Bestand haben werden. Die Fahrt zurück nach Harstad erfolgte also mit einem weinenden aber auch mit einem lachenden Auge. Ein paar Fotostopps mussten natürlich wieder sein.

Unser Hotel in Harstad hatte – coronabedingt – das Frühstück bereits eingestellt, was uns aber nicht so sehr störte, da unser Flug bereits um kurz nach 6 Uhr morgens ging und wir daher ohnehin mitten in der Nacht los mussten. Eine Überraschung gab es dann noch, also wir beim Aufstehen feststellten, dass das ganze Hotel ohne Strom war. Nach einer kurzen und kalten „Katzenwäsche“ im Licht der Kopflampe (hat ein Fotograf ja immer dabei) ging es in die Rezeption. Dort erfuhren wir dann, dass es eine geplante Stromabschaltung ist. Leider konnten die Rezeptionisten die Eingangstür nicht öffnen, weil stromlos. Nach einiger Diskussionen wurden wir dann durch das Lager auf den Hinterhof entlassen und konnten dann zum Glück noch rechtzeitig zum Flughafen starten.
Kurz bevor es mit dem Boarding los ging, begann es heftig zu schneien und in einer Stunde bekamen wir rund 25cm Neuschnee. Die Räumfahrzeuge kamen mit dem Räumen nicht hinterher und so verbrachten wir gut zwei Stunden im Flieger bis es dann mit reichlicher Verspätung los ging. In Oslo waren natürlich alle unsere Anschlussflüge weg, aber SAS hatte uns bereits auf andere Flüge umgebucht und so kamen alle dann doch noch nach Hause, wenn auch zum Teil viel später als geplant.

Es war eine sehr schöne Fotoreise und eigentlich wollten wir im Februar 2021 nach Tromsø zur Nordlichtfotografie. Diese Reise haben wir nun auf Februar 2022 verschoben. Wer also Lust hat dabei zu sein, kann sich gern bei mir melden.

Kategorien:Norwegen, ReiseberichteSchlagwörter:,

7 Kommentare

  1. Lieber Jens,
    ein wunderbarer Einblick, der meine Sehnsucht nach dem Norden weckt. Tolle und interessante Bilder, hoffentlich sind bald wieder alle Reisewege offen.
    vielen Dank!!

  2. Danke für diese eindrucksvollen Bilder! Viele davon hätten auf jeden Fall einen eigenen Blogbeitrag verdient. Das Licht, die Farben und die Kompositionen nehmen einen auf jeden Fall mit.

  3. Danke. Dein Bericht läßt auch in diesen Zeiten daran denken, dass die Welt darauf wartet, von uns erkundet zu werden. Wenn es auch derzeit nicht danach aussieht. Bei mir stellt sich gerade Urlaubsstimmung ein – ich konnte mich gar nicht daran erinnern wie sich das anfühlt.

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