30.6. – 15.7.2017 Armenien (2) Kamelberge und Tatev


Unser erster Tag in Sissian ist gleich einem besondern Projekt gewidmet. Wir wollen zu den Kamelbergen auf rund 3400m Höhe zu Felszeichnungen (Petroglyphen) und Kraterseen. Als gestandene Fotografen gehen wir natürlich nicht zu Fuß, sondern fahren mit dem Auto, auch wenn es dort keine Straße gibt. Für den Transport hat unser Hotelbesitzer 2 Fahrzeuge organisiert. Einen bequemen Toyota Prado Offroader für die 3 Damen und für die Herren einen… UAZ 452…
Auch wenn es zunächst verlockend für alle war, diese russische „Allzweckwaffe“ kennen zu lernen war die Einteilung doch mit bedacht gewählt. Das Fahrzeug fährt digital, also entweder Vollgas oder Stillstand. Während Stillstand gut auszuhalten ist, übersteigt der Geräuschpegel bei Vollgas den eines startenden Düsenjets bei weitem. Vom Geräusch her hatte ich das Gefühl irgendwo zwischen den Kolben zu sitzen. Der Drehzahlmesser hatte aus Verzweiflung seinen Dienst schon eingestellt, es waren aber gefühlt findest 20.000 U/min. Sicherheitsgurte (im Westen offenbar deutlich überbewertet) gab es nicht und so blieb nur sich an irgendetwas, irgendwie festzuhalten – was manchmal sogar gelang.

Aber immerhin schafften wir es über Stock und Stein mit mehreren Fotostopps in die Kamelberge (Ughtasar) zu gelangen. Und Hrach (sprich Ratsch) hatte uns nicht zu viel versprochen. Wir standen plötzlich in einer wunderschönen grünen Landschaft mit zahlreichen blühenden Blumen, einzelnen verbleibenen Schneeflecken und kleinen Kraterseen. Und immer wieder weitere Steinfelder mit Felszeichnungen.

Unsere Fotosession wurde nur unterbrochen durch das Mittagspicknick auf 3400m Höhe. Hier war es angenehm kühl. Eine Tatsache die auch die in Unmengen vorhandenen Mücken genossen. Ich frage mich nur, wovon die alle gelebt haben, bevor wir kamen.

Insgesamt ein ganz toller Tag und der nächste ging gleich so weiter. Auf dem Programm stand ein Besuch des Klosters Tatev, heute hauptsächlich bekannt wegen der Seilbahn „Wings of Tatev“ eine sehr moderne und 5750 m lange  Pendelseilbahn und damit wohl aktuell die längste Pendelseilbahn der Welt. Fotografisch ist sie eher weniger ansprechend.

Wings of Tatev

Wings of Tatev

Nach einem Abstecher in die Worotanschlucht sind wir dann mit der Seilbahn nach Tatev gefahren. Kloster liegt sehr schön, lässt sich aber am Besten von der anderen Seite fotografieren. Der Besitzer unseres Mittagsrestaurants bot uns an, uns mit seinem russischen „Jeep“ gegen einen kleinen Obulus dort herumzufahren. Angesichts über 30 Grad im Schatten nahmen wir das Angebot dankend an.

Sammeltransport...

Sammeltransport…

...für die richtige Perspektive

…für die richtige Perspektive

Und dann bekamen wir noch eine gratis Demonstration, dass selbstfahrende Autos in Armenien schon seit langem existierten…

Zurück am Kloster hieß es dann erst einmal Fotos verteilen und Pater Michael war so begeistert von seinen Fotos (aus dem letzten Jahr), dass er für uns gleich ein komplettes „Shooting inkl. Segnung“ organisierte.

so! Nun ist aber mal Schluß hier...Tür zu

so! Nun ist aber mal Schluß hier…Tür zu

Hrach wollte auf dem Rückweg noch etwas Maulbeerschnaps einkaufen, was natürlich gleich wieder in einer Einladung endete…

Der Abend gehörte dann wieder dem armenischen Stonehenge und diesmal waren wir sogar fast allein dort…

Kategorien:Armenien, ReiseberichteSchlagwörter:

1 Kommentar

  1. Lieber Jens! Wiederrum herzlichen Dank für den wunderbaren Reisebericht und die herrlichen Bilder! Bleibt zu hoffen, dass die Reise nächstes Jahr wiederholt wird! Da kann man ja wirklich nach Abenteuer erleben! Herzlichst!
    Richard

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