8.6. – 15.6.2017 Lipari


Äolische Inseln? Liparische Inseln? Wo liegen die denn? Solche Fragen kommen häufig bei unserem Reiseziel. Diese 7 bewohnten und zahlreichen kleineren unbewohnten Inseln liegen nördlich von Sizilien im Tyrrenischen Meer. Die bekannteste der Inseln ist Stromboli und die Hauptinsel heißt Lipari und sie ist das erste Ziel unserer Reise.
Die Anreise ist nicht ganz so einfach, wir drei Hamburger fliegen von Hamburg nach Stuttgart und dann weiter nach Catania. Claudia aus Luxemburg muss sich zu nächtlicher Stunde nach Saarbrücken durchschlagen, um von dort nach Berlin und dann weiter nach Catania zu fliegen. Aber glücklicherweise klappt alles und wir – Claudia, Anne, Torsten und ich sind um kurz nach halb eins in Catania auf Sizilien vereint. Von hier aus geht ein Bus nach Milazzo, aber wir haben uns einen eigenen Transport gegönnt. Da unser Flug ausnahmsweise 20 Minuten zu früh war, hatte unser Fahrer noch nicht mit uns gerechnet und war überrascht als wir schon warteten. Er versuchte dann uns zu beeindrucken und wählte geheimnisvolle Abkürzungen um zur Autobahn zu gelangen. Dieser Versuch endet aber kurze Zeit später hinter einem Schwertransport und so erlebten wir eine beschauliche Fahrt durch schmale Hintergässchen zur Autobahn. Trotzdem schaffte er es in sensationellen 1,5 Stunden nach Milazzo an der Nordseite Siziliens. Von hier fahren die Schnellboote auf die Inseln und wir sollten um 15 Uhr mit der „Gianni M“ ablegen. Der Anleger zeigte um 15 Uhr wasserseitig gähnende Leere, während landseitig Unmengen von Menschen auf die Einschiffung warteten. Bei für uns ungewohnten 26 Grad und so leidlichem Halbschatten eine „feuchte“ Angelegenheit. Es kamen und gingen noch zwei Schiffe die sich entleerten ohne jemanden wieder mitzunehmen, bis sich mit 45 Minuten Verspätung dann endlich „Gianni M“ zeigte. Irgendwie haben sie es dann geschafft tatsächlich alle Wartenden (gefühlt 2000) inkl. Gepäck auf dem Schiff zu verstauen und mit gut 50 km/h ging es dann nach Lipari.
Etwas durchgeschüttelt dort angekommen, wurden wir von unsermen Hotelbus abgeholt und nun konnte die Entspannung beginnen.

Lipari ist die größte der 7 bewohnten Inseln. Hier gibt es sogar eine Straße die einmal um die Insel herumführt. Für diese rund 32 km lange Rundfahrt haben wir uns ein Auto gemietet, denn ja, es gibt hier sogar eine Autovermietung. Das Auto wurde uns ins Hotel gebracht, allerdings mit fast leerem Tank. Man tankt dann so viel man braucht und gibt es einfach wieder ab. Für die Zeit von Freitag Abend bis Montag früh haben wir 50 Euro bezahlt, plus eben etwas Benzin. So konnten wir aber zwei Abende mit Sonnenuntergang, eine Tagestour und dann auch noch einmal den Sonnenaufgang erforschen.

Ein Tagesausflug führt uns auf die Nachbarinsel Salina. Hier besuchten wir den Ort Pollara im Nordwesten. Der Film „Il Postino“ wurde in diesem Ort gedreht. Wir verbrachten eine ganze Zeit an dem kleinen Strand und Claudia und ich wagten uns auch einen kleinen Hang entlang um zum Arc, einem Felsentor zu gelangen. Hungrig von diesem Abenteuer zog es uns wieder in den Ort, jedoch hatte bereits alles geschlossen – Siesta. Im Hotel „Locanda del Postino“ genügte jedoch Torstens neugieriger Blick in den Restaurantgarten, um die Besitzerin zu einem freundlichen Heranwinken zu bewegen. Und so wurde – extra für uns – der Tisch gedeckt und die Küche geöffnet. Es gab ein wirklich vorzügliches Menü.
Danach ließen wir uns mit einem Taxi nach Rinella bringen, um von hier mit dem Schnellboot zurück nach Lipari zu fahren.

Einen weiteren Tagesausflug machten wir auf die Insel Vulcano. Hier wollten wir sozusagen zu Übungszwecken für unsere Stromboli-Exkursion, den gut 300m hohen alten Krater besteigen. Durch das trockene Wetter, waren die Fumerolen nicht so stark wie sonst, aber trotzdem äußerst beeindruckend. Es war anstrengender als erwartet aber die Ausblicke entschädigten für die Anstrengung.

Ein weiteres Highlight war unser 3-stündiger Bootsausflug nach Vulcano. Wir hatten das Boot „El Sueno“ mit Capitano für uns gechartert und so konnten wir in Ruhe fotografieren und auch ein Badestopp in einer netten Bucht war natürlich drin.

So verbrachten wir 7 wundervolle und entspannte Tage. Morgen geht es nun weiter nach Stromboli, dem im Moment recht aktiven Vulkan.

 

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