6.5. – 21.5.2017 Georgien (Teil 3) Kutaisi


10.5.2017 Ruhetag

Heute bleiben wir in Kutaisi und schauen uns die Stadt an. Unsere Abkürzung durch den Freizeitpark endet zwar an einem geschlossenen Tor, aber mit einer kleinen Kletterübung schaffen wir auch den Ausgang.

Um 11 Uhr sind wir in einem kommunalen Kindergarten eingeladen. Wir gehen in eine Gruppe wo die Kinder uns ganz andächtig ansehen. Nach kurzem „Hallo“ gehen wir zum Musikunterricht, wo uns die Kinder ganz enthusiastisch mehrere Lieder vortragen, was wirklich sehr schön klingt. In der nächsten Gruppe sind die Kinder wieder ganz andächtig und wir stehen etwas unsicher herum. Ich setze mich einfach auf den Fußboden, um etwas mehr auf Augenhöhe der Kinder zu sein und alle Kinder setzen sich gleich mit. Und so setzen wir unsere überwiegend schweigende Begutachtung im Sitzen fort. In der nächsten Gruppe ist es deutlich lärmiger, mit Kindergeschrei und lauter Musik. Das beruhigt mich dann doch, es sind auch in Georgien nicht alle Kinder so brav. Wir machen eine Menge Fotos und schließen unseren Besuch im Zimmer der Direktorin mit Kaffee, Tee und Kuchen ab. Es war ein sehr interessanter Einblick in einen kommunalen Kindergarten mit über 300 Kindern und Gruppen mit rund 30 Kindern. Der Kindergarten ist geöffnet von 10 bis 18 Uhr (Vor 10 Uhr beginnt eigentlich niemand in Georgien zu arbeiten).

Musikunterricht

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echte Georgier

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Einladung zum Kaffee

Den Rest des Nachmittags verbringen wir auf dem Markt und bei den zahlreichen Händlern, die sich gern fotografieren lassen und wir werden laufend von Händlern zu sich nach Hause eingeladen.

Den Rückweg nehmen wir wieder durch den, jetzt geöffneten Freizeitpark zu dem wir mit der Seilbahn hochfahren und wir nutzen die Gelegenheit für eine Riesenradfahrt (wurde extra für uns in Gang gesetzt) im Schneckentempo.
Unser eigentlich noch geplanten Besuch der Bagrati-Kirche fällt dem Regen zum Opfer.

11.5.2017  Tskibuli
Heute steht die Bergbaustadt auf dem Programm. Aber wir haben schon erfahren, dass es gestern ein Unglück in der Kohlegrube gab, bei dem fünf Bergleute gestorben sind. Es war bei Reparaturarbeiten ein Fahrkorb im Schacht abgestürzt. Die Arbeiter demonstrieren heute gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Das ist sicher nicht unbedingt der geeignete Zeitpunkt für ein Gruppe deutscher Fotografen Aufnahmen von den Gruben zu machen.
Wir waren trotzdem erst einmal los, auch wenn das Wetter für den ganzen Tag Regen bereithält.

Wir stoppen zunächst ein einer sehr schön gelegenen Kirche und wir sind fast die einzigen Besucher zu dieser frühen Stunde.

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Kloster Motsameta     Regen = Spiegelung

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Klosterdetail…

Ein weiterer Stopp ist ein Bahnübergang und diesmal wird sogar ein Zug erwartet, es war dann schließlich doch nur eine Lokomotive. Natürlich bekommt der Bahnmitarbeiter von Sylvia und Jochen direkt ein Foto aus dem Drucker, was ihn in ungläubiges Staunen versetzt wie wir das denn nun so schnell hinbekommen haben.

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Bahnübergang mit altem Lada… eher seltener Anblick inzwischen

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Bahnübergang mit Lokomotive, auch eher selten

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verwunderter Bahnmitarbieter…  wo kommt das Bild nur so schnell her?

Bei leichtemNieselregen erreichen wir Tskibuli und treffen dort auf Georgi, einem Guide von Georgia Insight, der hier zu Hause ist. Wir beschließen erst einmal ein kleinen Imbiss und einen Kaffee zu nehmen, was sich dann doch als handfestes Mittagessen entpuppt.

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„kleiner Imbiss“

So gestärkt schlendern wir durch das Zentrum, den Markt und den Bahnhof von Tskibuli. Wir fahren zu zwei kleineren Kohlegruben, aber auch hier haben wir keine Chance zu fotografieren. Durch die aktuelle Situation  ist die Security sehr streng.
So fahren wir wieder in die Stadt und machen ein paar Aufnahmen an der Verladestation, bevor auch hier die Security erscheint. Alle sind wirklich sehr nett und bedauern uns nicht durchlassen zu dürfen, laden uns spontan zu sich nach Hause ein oder fragen, ob wir nicht ein paar Tage später wieder kommen wollen.
Wir haben aber einen intensiven Eindruck dieser Stadt bekommen, der durch das Regenwetter sicher noch verstärkt wurde. Es ist ein Ort, in den sich so gut wie nie Touristen verirren und wir daher neugierig aber auch skeptisch geäugt wurden.

Das Abendessen genießen wir heute in einem örtlichen georgischen Restaurant in Kutaisi in dem wir die einzigen Touristen sind. Für uns ungewohnt ist, dass in den Restaurants gern geraucht werden darf. Den „Absacker“ des Abends nehmen wir dann in einer netten kleinen Bar.

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und immer wieder leckers Essen und guter Wein…

Kategorien:Georgien, Reiseberichte

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