4.8.2014 – Tbilisi (Tiflis)


Die Anreise hat ganz prima geklappt. Ich bin zwar immer wieder erstaunt, was bei Turkish Airways noch als „Handgepäck“ gilt, trotz der 30 Kg Freigepäck, aber irgendwie ist dann alles und alle mitgekommen. Die Umsteigezeit in Istanbul reichte um gemütlich vom Ankunftsgate zum Abfluggate zu schlendern und schon ging es weiter nach Tbilisi.  Auf dem Flughafen von Tbilisi ist es, für eine Millionenmetropole, doch recht familiär. Die Einreiseformalitäten sind in wenigen Minuten freundlich und professionell erledigt. Bei nur zwei Gepäckbändern ist die elektronische Anzeige schon fast etwas übertrieben. Schnell ist das Gepäck da und in der Ankunftshalle werde ich von meinen Freund George abgeholt. Es ist schön wieder hier zu sein. Vieles ist vertraut, aber Vieles ist auch neu. Wir kaufen noch schnell ein paar Lebensmittel ein und fahren dann in die Hügel oberhalb von Tbilisi, wo ich bei George und seiner Frau Katrin die ersten beiden Nächte verbringen darf. Ein leckeres georgisches Abendessen mit hausgemachtem georgischen Wein und dabei ein Blick über die Stadt… was will man mehr.

Am Sonntag fahren wir in Georges Heimatdorf nach Kachetien aufs Land. Er hat mich vorher schon gefragt, ob ich mit möchte und dabei direkt zu verstehen gegeben, dass dies eigentlich keine Frage war. Und ich bin natürlich gern dabei. Ich werde herzlich begrüßt und natürlich gibt es wieder lecker Essen und den von Georges Vater hergestellten Wein. Ich merke schnell, wenn das mit dem Essen so weitergeht, wird das Flugzeug auf dem Rückflug Schwierigkeiten haben abzuheben. Auch der Wein entfaltet bei 35 Grad im Schatten seine eigene Wirkung, aber Georges Vater als Tamada (Tischherr) ist sehr auf die Einhaltung der Regeln bedacht. Aber ich schlage mich wacker. Am nächsten Samstag ist die Hochzeit von Georges Patenkind in Tbilisi und dafür wird noch „etwas“ Wein benötigt. Und so werden flugs 300 Liter abgefüllt und verladen. Und dann geht es wieder zurück nach Tbilisi

JMF24115Ein Sonntag auf dem Land

Heute am Montag beziehe ich mein Quartier für die nächsten Tage. George hat mir „ein Zimmer“ besorgt. Das es sich dabei um eine komplette Büroetage mit allem zipp und zapp handelt hatte er mir nicht gesagt. So könnte ich nun auch locker zu einem Meeting einladen. Aber ich beschränke mich auf das Schlafzimmer mit Küche. Ich bin mitten in der Stadt. Das hat den Vorteil, das ich alles gut erreichen kann, aber auch den Nachteil, dass es hier eigentlich immer heiß ist. Auch jetzt um 22.30 Uhr dürften es noch gut 30 Grad sein.

JMF34265

JMF34249Rustavelli Ave.

JMF34266Pushkin Park

Trotzdem habe ich heute erst einmal die nähere Umgebung erforscht. Wo kann man hier einkaufen, wo frühstücken, wie komme ich zur Metrostation? Aber ich habe alles gut gefunden. Mein erster Einkaufsversuch bei einem Obsthändler endete mit 3,5 Kilo Pfirsichen für mich. Irgendwie waren wir mit den Zahlen, Mengenabgaben und Beträgen von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen. Nun ja, die 4 Lari 75 (= rund 2.10 Euro) waren gut investiert, die Pfirsiche sind sehr lecker. In den kommenden Tagen werde ich den Ernährungsplan dann langsam ergänzen.

JMF34245„Mein Obsthändler“

Kategorien:GeorgienSchlagwörter:,

3 Kommentare

  1. also ehemaliger suchtberater kennst du ja ggf die wege, die du nach dem aufenthalt und ausgiebigen wein(alk)genuss einschlagen musst 😉

  2. Freu mich auf den weiteren Verlauf der Geschichte und immer lecker Pfirsiche essen.. Lieben Gruß auch aus old Germany

  3. Hört sich doch schon super an. Die Geschichte wird sicher noch spannender. LG aus old Germany!

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