31.7.2013 Kutaisi


Heute halten wir uns in Kutaisi und Umgebung auf. Wir beginnen mit der Muttergotteskirche von Bagrati, die nicht weit von unserer Unterkunft entfernt ist. In der Kirche empfängt uns der Duft von Weihrauch und das „Gebrummel“ eines Gebetes. So langsam bekommen wir dann mit, dass offenbar ein Priester in die Gepflogenheiten der Liturgie eingearbeitet wird. Es scheint auch niemanden zu stören, wenn fotografiert wird und so bekommen wir einen interessanten Einblick.

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Auf dem Weg weiter zum Kloster Gelati kreuzen wir eine Eisenbahnlinie und der Bahnübergang ist ein zwingender Fotostopp. Der Bahnübergang ist besetzt mit einem Mitarbeiter und wird vollständig von Hand betrieben. Optimal wäre jetzt noch ein Zug, doch der nächste kommt nach Auskunft des Schrankenwärters um 15.30 Uhr. Jetzt ist es 11.00 – nun denn – ein erfüllender Job. Ach ja und die Kühe, die auf den Schienen stehen, kennenden Fahrplan und sind dann verschwunden, erklärt uns der Schrankenwärter und der muss es ja wissen.

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Das Kloster Gelati ist eine relativ große Anlage mit mehreren Kirchen und heute scheint hoher Besuch dort zu sein. Der Patriarch hält eine kleine Messe und er scheint es sogar zu mögen, fotografiert zu werden. Jedenfalls sind die Priester alle recht entspannt, als wir Touristen mit unseren Kameras hantieren. Und so bekommen wir einen weiteren Einblick in das Leben der georgisch orthodoxen Kirche. Und die Malereien an der Decke der Hauptkirche sind absolut sehenswert.

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Unser drittes Ziel für heute ist eine ganz anderes Sehenswürdigkeit, die Prometheus Höhle. Nun sollte man meinen ein solches Ziel wäre weithin ausgeschildert, aber hier irrt der gemeine Tourist. Selbst unser Fahrer Suliko kommt hier ins straucheln. Wir fragen mehrmals nach dem Weg und nähern uns so langsam aber sicher auf Straßen, die ich nicht wirklich hätte selbst fahren wollen dem Ziel. Die letzten 6 Kilometer sind dann zwar hervorragend ausgeschildert, aber bis dahin hätte ich nie gefunden.

An dieser Stelle ein Hinweis, für alle die sich mit dem Gedanken tragen, selbst mit dem Mietauto durch Georgien zu fahren: Ich habe fast 40 Jahre Fahr-Erfahrung und war mehrere Jahre als LKW-Fahrer im Fernverkehr unterwegs, ich habe keine Problem ein Auto durch Florenz, Palermo oder Paris zu fahren, aber hier in Georgien bin ich heilfroh, das Suliko diese Aufgabe übernimmt. Das Fahren ist die eine Sache (das würde ich schon noch hinkriegen) aber das Finden ist das Problem. Es gibt keine Hinweisschilder und wenn doch, dann sind sie auf georgisch. Nach dem Weg fragen ist schwierig wenn kaum jemand Englisch spricht. Und dann wird gern mal eine Straße gesperrt (wegen Bauarbeiten) ohne dass eine Umleitung angeboten wird – man weiß ja wo man lang muss. Also wer noch zweifelt, darf sich gern an mich wenden.

Aber schließlich erreichen wir die Prometheus Cave. Diese Tropfsteinhöhle ist sehr beeindruckend. Insgesamt 25 km lang mit 25 Hallen davon sind 1,4 km mit 6 Hallen erschlossen. Man kann zwar nur mit einer geführten Gruppe durchgehen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Man kann die Ausfahrt aus der Höhle auch über den unterirdischen See mit einem Boot machen, was schon ein tolles Erlebnis ist.

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Dann geht es zurück zu unserer Unterkunft, wir müssen erst einmal ein wenig verschnaufen. Das Abendlicht lockt uns dann aber doch noch einmal zu einem Stadtbummel. Wir treffen viele freundliche Georgier und es macht einfach Spaß hier zu fotografieren.

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Morgen haben wir eine lange Reisestrecke, denn es geht in den Großen Kaukasus nach Mestia.

Kategorien:GeorgienSchlagwörter:,

4 Kommentare

  1. Wie von Euch gewohnt ein lebhafter Bericht und ganz tolle Fotos.
    LG Jörn

  2. wir lesen hier sehr interessiert mit, denn ab dem 4.9. bzw. 5.9. sind wir auch mit Georgia Insight unterwegs; so freuen wir uns jeden Tag ein kleines Stückchen mehr auf unsere Reise. Viel Spaß wünschen wir Ihnen und Ihrer Ehefrau.

    • Bei Georgia Insight sind Sie hervorragend aufgehoben. Wir sind jetzt wieder in Tbilisi nach unser großen Rundreise und alles hat wunderbar geklappt. Ein tolles Erlebnis.
      Nun machen wir für zwei Tage noch eine Stippvisite nach Kachetien bevor es am Samstag zurück geht. Wenn Sie Fragen haben oder einfach nur mal über Georgien plaudern möchten, so schicken Sie mir gern eine Email oder rufen Sie mich ab Sonntag gern an. Ich geben Ihnen auch gern ein paat Tipps zu den von uns besuchten Reisezielen.
      Viele Grüße
      Jens Medenwaldt

  3. Top, diese Höhle kannte selbst ich noch nicht, wahrscheinlich wurde sie erst in den letzten Jahren vom Disney Konzern in den Berg gebaut…. ;-).
    Danke auch wieder für das tägliche „Schienenfoto“! Bin gespannt wie Du das die nächsten Tage bewerkstelligen wirst.

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