26.7.2013 Istanbul


Wir nehmen uns jedes Mal vor, nicht so viel zu laufen. Daher machen wir uns erst einmal mit dem Fahrkartensystem der öffentlichen Verkehrsmittel vertraut. Eine Karte am Kiosk kaufen, aufladen und los fahren. Es gibt keine streckenabhängigen Preise, einmal eingestiegen kann man solange fahren, wie man möchte. Einmal ausgestiegen oder umgestiegen und man muss neu bezahlen. Eigentlich ganz einfach und bei Preisen zwischen 0,50 Euro und 1,00 Euro je nach Verkehrsmittel eine nette Art sich fortzubewegen. Am Ende des Tages stellen wir dann, dass die Füße doch wieder rund sind und wir einige Kilometer „abgerissen“ haben.
Wir beginnen mit zwei Stationen Straßenbahn (immerhin doch ein guter Anfang) zur Hagia Sophia. Unser Ziel ist aber die direkt nebenan liegende Cisterna Basilica, ein von 336 je 8 Meter hohen Säulen getragenes Gewölbe. Mit einem Fassungsvermögen von 80.000 Kubikmeter sollte die im 5. Jahrhundert gebaute Anlage die Wasserversorgung der Hagis Sophia sicherstellen. Ich wollte gern dorthin, weil eine Szene im James Bond Film „Liebesgrüße aus Moskau“ dort spielt, eine wirklich beeindruckende Anlage!

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Da wir nun schon einmal hier sind, wollen wir natürlich auch die Hagia Sophia von innen anschauen und da heißt es erst einmal am Kassenhäuschen anstehen. Während wir in der Warteschlange stehen, werden uns von „freien Reiseführern“ die verlockendsten Angebote gemacht, denen wir „nur mühsam widerstehen können. Die Hagia Sophia von innen entpuppt sich jedoch als „Großbaustelle“, bevölkert von Reisegruppen. Fotografisch ist es schwierig, das Monumentale dieser riesigen ehemaligen Moschee (heute Museum) zu erfassen.

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Weiter geht es mit der Straßenbahn auf die andere Seite des goldenen Horns nach Karaköy. Von dort gibt es eine historische Standseilbahn hinauf nach Tünel. Der Tunnel ist historisch, die Bahn doch recht modern und sie bringt uns in minutenschnelle den Berg hinauf. Hier beginnt die Istiklal Caddesi, eine der Haupteinkaufsstraßen Istanbuls, sie führt von Tünel zum Taksim Platz (Ihr merkt schon wo wir hinwollen). Es ist eine ganz normale Einkaufsstraße, wie die Breite Straße in Lübeck, die Mönkebergstraße in Hamburg usw. Besonders ist hier nur, dass eine historische Straßenbahn – und die ist nun wirklich historisch – durch die Straße zuckelt und in den Gassen links und rechts das ein oder andere Freitagsgebet statt findet. Da wir die Abfahrt der Straßenbahn gerade verpasst haben, laufen wir die Straßen hinauf bis zum Taksim Platz. Ein paar versprengte Polizisten stehen am Rande des Platzes, aber sonst ist von den Unruhen der letzten Wochen nichts mehr zu sehen und so schlendern wir weiter in den Gezi Park, der – im Gegensatz zum Taksim Platz – wirklich sehr schön ist. Hier ruhen wir uns im Schatten der Platanen bei einem frisch gepressten Orangensaft aus, bevor wir den Rückweg antreten.

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Für den Rückweg nehmen wir die historische Straßenbahn und laufen dafür den Berg hinunter am Galataturm vorbei, über die Galatabrücke zurück in „unseren“ Stadteil. Wir schnuppern noch ein wenig die Gewürze auf dem ägyptischen Markt, aber dann müssen wir uns erst einmal stärken. Diesmal nehmen wir das Abendessen schon um halb sechs, damit wir nicht wieder mit den „Fastenbrechern“ kollidieren.
Anschließend noch ein paar Aufnahmen von der blauen Moschee im Abendlicht und dann geht es müde und erschöpft zurück ins Hotel.

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Kategorien:GeorgienSchlagwörter:,

1 Kommentar

  1. Schöne Bilder und schöner Bericht. Gut geschrieben.
    LG Jörn

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