19. – 29.11.2016 Italien – Kalabrien


Eigentlich sollte es mal wieder nach Lipari gehen, aber da uns versichert wurde, dass die Fähren auf die Inseln im Winter sehr unzuverlässig sind und auch gern einmal en paar Tage aussetzen haben wir uns für ein Festlandsziel entschieden. So geht es am Samstag Vormittag zum Hamburger Flughafen. Mit einem „fliegenden Bus“ (Canadair CRJ 900) geht es fast pünktlich ab nach Catania auf Sizilien und die 18 Grad beim Aussteigen dort fühlen sich schon einmal ganz angenehm an. Bei Maggiore, unserer bevorzugten Mietwagenstation kommen wir direkt dran und es beginnt der übliche endlos lange Versuch uns diverse Zusatzversicherungen, Extras wie Navi, einen größeren Wagen wegen des Gepäcks usw. anzudrehen,  bekommen wir schließlich den Schlüssel für unseren Fiat500 zum vereinbarten Preis. Alle angebotenen und dringend empfohlenen Zusatzleistungen zusammen hätten nochmals doppelt so viel wie der Mietwagen selbst gekostet. Aber auch die Mahnung, dass gerade heute zwei solcher Cinquecento gestohlen wurden hat uns nicht umgestimmt.
Es geht über die Autobahn nach Norden und nach rund einer Stunde Fahrt erreichen wir Messina und finden den Fährhafen dank mitgebrachtem Navi und guter Ausschilderung direkt. Wir erwerben ein 90 Tage Rückfahrtticket für 75 Euro und können direkt auf die Fähre. Während wir unser Auto noch abschließen sind wir auch schon unterwegs – eine ehemals norwegische Fähre übrigens, denn die meisten Schilder sind noch auf norwegisch. Nach eine knappen halben Stunde erreichen wir das Festland in Villa San Giovanni und ab geht es wieder auf die Autobahn Richtung Norden. Aber was für ein Unterschied! Hervorragend ausgebaut, gut asphaltiert, zahlreiche gut beleuchtet Tunnel, das ist wirklich etwas anderes als die treppenartige Aneinanderreihung von Schlaglöchern mit unbeleuchteten Tunnels auf der sizilianischen Seite. Es wird dunkel und es beginnt heftigst zu regnen – schade.
Unser Navi lotst uns zur Abfahrt Mileto die wir zuversichtlich nehmen und dann vor einer gesperrten Straße ohne Umleitung zu stehen. Ach das bedeuteten die zahlreichen, italienischen Hinweistafeln an der Autobahn. Ein kurzer Blick auf die Karte und es wird klar, es gibt tatsächlich keine Möglichkeit die Sperrung zu umfahren, also wieder zurück auf die Autobahn und noch einmal 20 km weiter zur nächsten Ausfahrt. Nun sind wir eigentlich ein ganze Stück zu weit im Norden, aber unser Navi lotst uns über diverse Nebenstraßen, auf unbeleuchteten Straßen (es gibt auch keine reflektierenden Seitenpfosten) über endlose Serpentinen hinauf und hinunter bis schließlich gegen 18.30 Uhr unser Ziel Tropea erreichen.  Das war schon etwas anstrengend. Dafür erwartet uns eine moderne, geräumige Ferienwohnung. Nach kurzem Plausch mit der Vermieterin (aus Ahrweiler) suchen wir das erstbeste Lokal fürs Abendessen auf. „Quei bravi ragazzi“ oder auf gut deutsch: „Goodfellas“ – sehr lecker.

Tropea ist ein typischer Touristenort und im Sommer proppenvoll. Jetzt im November sind wir vermutlich die einzigen Touristen hier, zumindest aus dem Ausland. Dementsprechend ist das Angebot an Lokalen und Cafès auch sehr „übersichtlich“. Wir genießen jeden Morgen den endlosen Blick auf das tyrrhenisches Meer mit dem Stromboli am Horizont. Der Ort ist fotographisch jetzt nich unbedingt ein Highlight, aber bei über 20 Grad macht das Bummeln durch die Gassen, das Verweilen am Meer und der ein oder andere „vino“ oder „espresso“ einfach Spaß.
Ausflüge nach Nicotera und Scilla runden unseren Aufenthalt ab. Schließlich wollen wir in erster Linie etwas ausspannen und so freuen wir uns schon auf einen 1. Advent auf dem Balkon mit Blick aufs Meer.

Kategorien:Kalabrien

2 Kommentare

  1. Mir scheint, dies ist eine sehr gute Alternative zu den Äolischen Inseln. Hauptsache es hat Spaß gemacht!

  2. Sieht gut aus dort. Ein wenig Neid kommt da schon auf. 😉
    Euch auf jeden Fall noch ein paar schöne und ruhige Urlaubstage.

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