17.8.2015 Georgien – die Zweite


Wieder einmal geht es mit Turkish Airlines über Istanbul nach Tbilisi (Tiflis) und wieder ist es sehr, sehr früh. Anders ist diesmal die Schlange vor dem CheckInn, sie zieht sich durch das halbe Flughafengebäude und bewegt sich eigentlich nicht. Wie sich dann herausstellt ist ein anderer Flugzeugtyp gekommen und alle Passagiere mussten neu verteilt werden. Wir landeten so statt in Reihe 9 in Reihe 24, aber wir konnten wenigsten zusammen sitzen. Nach der Beseitigung der üblichen Probleme wie, nein am Notausgang dürfen keine Kinder sitzen, ja, das Gepäck muss nach oben, ja – das Kleinkind muss auf den Schoß, usw. sind wird dann doch pünktlich gestartet.

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Bleibt nur zu hoffen, dass unser Gepäck auch mitkommt, denn George hatte uns schon berichtet, dass die gestrige Gruppe ohne Gepäck angekommen ist, in Istanbul ist etwas Chaos.
Nach der Landung in Istanbul wurde unser Flugzeug auf eine Parkposition auf einem neuen Außenfeld dirigiert. Dies bedeutete, dass wir mit dem Bus fast einmal ganz um den Flughafen herumfahren mussten, also fast eine Stadtrundfahrt.

JMF33591Ganz hinten sieht man das Terminal wo wir hin müssen…

Und denselben Weg müsste auch unser Gepäck nehmen. Unsere Zuversicht, dass es den Weg in die Maschine nach Tbilisi rechtzeitig schafft, schwanden…
Das Abfluggate war schnell gefunden, Sitzplätze zum Warten nicht zu ergattern und so warteten wir geduldig im Stehen auf unseren Aufruf. Es ging wieder mit dem Bus, wieder auf eine Außenposition und diesmal ganz ans genau andere Ende das Flughafens, was uns in Bezug auf unser Gepäck nicht gerade hoffnungsvoller stimmte. Wieder begann die übliche Sitzverteilungszeremonie und nachdem die Flugbegleiter einer Familie aus Azerbeidschan mühevoll klar gemacht hatte, dass man sich nicht einfach irgendwo niederlassen kann wo es einem gefällt, sondern die Nummer auf der Bordkarte mit Bedacht dort aufgedruckt wurden, hieß es dann „boarding completed“.
Durch das Fenster konnten wir beobachten, wie ein Gepäcktransport mit Hochgeschwindigkeit über das Rollfeld kam und genau an unserem Flieger hielt. Er hatte unsere (!!) Koffer geladen und so verschwanden diese  im Bauch unseres Flugzeugs. Wir konnten somit ganz entspannt nach Georgien weiterreisen.

Tbilisi empfängt uns mit Sonne und „angenehmen“ 35 Grad. Die Einreiseformalitäten sind eine wahre Freude. Es gibt ausreichend Personal, also keine Warteschlange, wir werden freundlich begrüßt, erhalten unseren Stempel in den Pass, man wünscht uns einen angenehmen Urlaub und schenkt uns einen halben Liter Saperavi Rotwein als kleine Einstimmung auf das Land. Das ist mir noch in keinem anderen Land passiert!!!
JMF33598Glückliche Ankunft…

George und Gela holen uns ab, mit zwei Autos, einen für uns und einen fürs Gepäck – George kennt uns Fotografen – und eine halbe Stunde später beziehen wir unser gemütliches kleines Hotel mitten in der Altstadt.

Ein erster kleiner Rundgang, Geld gewechselt, Wasser eingekauft, die ersten Fotos gemacht und dann treffen wir uns mit George in einem kleinen Restaurant zum typisch georgischen Essen.
Es ist toll wieder hier zu sein.
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Den zweiten Tag beginnen wir in unserem kleinen zehn – Zimmer Hotel mit einem fulminanten Frühstück im klimatisierten Innenhof. Ein toller Start in den Tag.

JMF33670Frühstücksraum

Da uns heute „Schaschlik-Wetter“ erwartet, also 39 bis 40 Grad schlendern wir in aller Ruhe durch die Gassen der Altstadt, fahren mit der Metro zur Zminda-Sameba-Kathedrale (Es ist Sonntagsgottesdienst), wandern durch die „Brautmodenstraße“nach Marjanishvili, trinken dort einen Kaffee, besuchen George in seinem Büro, treffen dort Lasha der uns die nächsten Tage begleiten wird, ziehen weiter in den Vere Park um dort ein Bier zu trinken und den Kindern beim Spielen in den Wasserfontänen zuzuschauen und beschließen den Tag mit einem Abendessen in der Altstadt.

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Auch den dritten Tag lassen wir ruhig angehen. Zunächst einmal muss ich ein Netzteil für mein MacBook besorgen, da meines merkwürdigerweise zu Hause liegt (muss sich nachts aus dem Koffer geschlichen haben). Im zweiten Geschäft werden wir fündig und wir können unser heutiges Ziel, den Eliava Markt ansteuern. Auf diesem aus mehr als 1500 Händlern bestehenden „Bau- und Automarkt“ war ich schon im letzten Jahr und daher musste ich noch ein paar Fotos verteilen. Das ist schon immer ein ziemliches Hallo. 
Motive gibt es hier genug und so wälzen wir uns durch schmale Gänge, an halben oder viertel Autos vorbei, steigen über Motorblöcke, Getriebeteile und Kopplung und sind dann irgendwann so erschöpft, dass wir dringend ein Pause benötigen.

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JMF33659Unser Lasha in „action“…

Lasha fährt mit uns hinauf nach Matsminda, einem Park oberhalb der Stadt und wir genießen hausgemachte Limonade und einige „Leckereien“ bei einem grandiosen Blick über Tbilisi.

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Heute Abend sind wir bei Lasha eingeladen, auch George wird dort sein. Wer schon einmal bei einer georgischen Familie eingeladen war, weiß was das bedeutet. Essen, sehr sehr viel Essen, Wein trinken, sehr sehr viel Wein trinken. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie wir das alles überstehen werden…
Und morgen geht es (wenn wir überleben) für 2 Tage in den Norden an die tschetschenische Grenze nach Schatili. Da wir dort wohl kein Internet haben werden, wird es einige Tage dauern bis es wieder etwas von uns zu lesen gibt…

Kategorien:GeorgienSchlagwörter:

1 Kommentar

  1. Tolle Bilder tolle “ Schreibe “ !!! Gute Reise !! Freu mich auf weitere Nachrichten !
    Herzlichst Richard

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