24.5.2015 Auf nach Sizilien…


morgens in der Frühe, also irgendwie vor dem Aufwachen, machen wir uns auf den Weg nach Hamburg zum Flughafen. Der Flug nach Stuttgart klappt prima und ist pünktlich. Das ist wichtig, da wir in Stuttgart nur rund 30 Minuten zum Umsteigen haben. Wir parken auf einer Außenposition, also rein in den Bus, und ab zum Terminal. Kurz das neue Gate ermittelt und ab durch das Terminal. Am Abfluggate ist es ziemlich voll, aber wir sind kaum angekommen, da wird unser Flug schon aufgerufen. Wieder ab in den Bus, einmal quer über das Vorfeld und schon sind wir am Flieger.
Freundlich begrüßt uns das Personal, das uns auch schon nach Hamburg gebracht hat, wir hätten also auch einfach sitzen bleiben können. Nun ja… Wenn nun auch noch unser Gepäck mitgekommen ist, ist ja alles klar.
Catania begrüßt uns mit leicht wolkigen 18 Grad – immerhin besser als die 8 Grad in Stuttgart. Das Gepäck ist auch da und so geht es zur Autovermietung Maggiore. Irgendwie scheinen die mich zu mögen, denn es gibt ein schön großes und nagelneues Auto, also ideal für italienische Straßenverhältnisse. Wir haben etwas Probleme das Auto zu finden, denn es ist ein Fiat Qubo und wir haben keine Ahnung wie der aussieht und außerdem steht er dann auf Parkplatz 6 und nicht auf Parkdeck 6  wie verstanden.  Aber wir wenigstens keine Probleme unsere Sachen zu verstauen und ab geht es auf die Autobahn.
Wir finden problemlos nach Castiglione, werden freundlich im Hotel Frederico II erwartet und machen erst einmal einen Rundgang durch das Dorf. Es ist alles noch so wie im letzten Jahr – ein Ort der Beständigkeit… Das Castello hat nun sogar ein Schild mit den Öffnungszeiten und die Schränke stehen inzwischen an der Wand und nicht mehr im Raum. Ausgepackt sind sie – weitgehend- auch und einige wenige haben sogar ein bis zwei Weinflaschen als Inhalt. Dieses als Seminarzentrum geplante Castello ist wohl ein Jahrhundertprojekt.
Am Abend besuchen wir natürlich „unsere  alten Männer“ an der Sportsbar auf der Piazza. Wir haben noch ein paar Fotos vom letzten Jahr zu verteilen. Die Beurteilung der Fotos erfolgt nach klaren Kriterien: Bin ich drauf ist es super, bin ich nicht drauf kann es weg! So sind die Fotos schnell verteilt und man kann sich wieder den wichtigen Dingen im Leben widmen…
Wir treffen noch viele bekannte Gesichter, man erinnert sich, schlägt sich freundschaftlich auf die Schulter und irgendwie gehören wir wohl inzwischen schon dazu.
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Den zweiten Tag in Sizilien nutzen wir zu einer kleinen Rundfahrt. Zuerst versuche ich die alte Basilika wieder zu finden. An der Straße steht ein Schild, aber dann wird es schwierig. Aber nach einem Fehlversuch stehen wir davor. Für ein vernünftiges Foto steht die Sonne aber falsch und wir beschließen an Abend noch einmal wiederzukommen. Zu Fuß wollen wir dann zum Fluss Alcantara und auch diesen finden wir nach einem kleinen Fehlstart sofort. Es ist ein sehr schöner Ort, wo sich der Fluss von der Oberfläche über zahlreiche Wasserfälle tief ins Gestein eingefressen hat. Und für Aufnahmen vom Fluss steht die Sonne sehr günstig.
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Der nächste Stopp sollte dann Piedimonte sein. Wir sind schon oft durch diesen Ort hindurchgefahren und wollten ihn nun einmal genauer in Augenschein nehmen. Auf dem Weg dorthin passieren wir noch einen Bahnhof der Ätnarundbahn mit einem „lost place“ im Hintergrund.Natürlich müssen wir stoppen und Aufnahmen machen.

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Dadurch verschiebt sich unser Zeitplan und der absolut notwendige Mittagsespresso wird in Linguaglossa eingenommen. Auch diesen Ort haben wir schon sehr oft durchfahren und nie gestoppt. Nun entpuppt sich dieser auf den ersten Blick so düster und unscheinbar wirkende Ort doch als wahres Kleinod. Es gibt viele, teilweise schon etwas verwitterte Wandmalereien. Wahrscheinlich ein Überbleibsel aus einer Aktion „Unser Dorf soll schöner werden.“

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Wir bleiben also auch hier länger als erwartet und nehmen dann unseren Nachmittagsespresso in Piedimonte ein. Dieser Ort wiederum gibt nicht so viel her wie Linguaglossa und so beschließen wir zum Abschluss noch einen Granite am Meer zu nehmen. So geht es kurz nach Gardini Naxos. Die Liegestühle sind deutlich mehr geworden, aber sonst ist auch hier „alles wie immer“. Im Abendlicht sind wir dann wieder an der alten Basilika (7. bis 9. Jh.) bei Castiglione.

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Auf der Rückfahrt noch kurz an der Sportsbar gehalten und verabschiedet, denn morgen geht es ja weiter nach Lipari. Salvatore besorgt uns noch etwas von dem guten Olivenöl für zu Hause und dann geht es zum leckeren Abendessen ins Frederico II.

Es ist Samstag und heute geht es nach Lipari. Doch zunächst fahren wir zurück nach Catania zum Flughafen um unser Auto abzugeben. Schnell sind die Fahrkarten für den Bus gekauft. Dieser ist wie erwartet sehr voll (es ist ja das Pfingstwochenende), aber wir kommen mit, und 2 Stunden später sind wir in Milazzo. Für das Schnellboot haben wir diesmal  Karten vorbestellt und wir sind schon gespannt, ob das geklappt hat. Doch unsere Fahrkarten lagen abholbereit am Schalter und so geht es in einer schnellen und etwas ruppigen Überfahrt in einer Stunden nach Lipari. Kurz im Hotel angerufen und Massimo kommt mit dem Kleinbuss um uns einzusammeln. Wir bekommen ein sehr schönes Zimmer mit großer Terrasse. Alles hat wunderbar geklappt und so genießen wir zum Abschluss ein leckeres Abendessen in der untergehenden Sonne im Al Pescatore am alten Hafen.

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