29.7.2013 Tbilisi


Unser Tag in Georgiens Hauptstadt beginnt mit einem gemütlichen Frühstück bei einem herrlichen Blick über die Stadt.

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George holt uns um 10 Uhr ab und wir schlendern durch die Stadt. Ich bin natürlich neugierig, was hat sich alles verändert, was ist noch so wie letztes Jahr? Zuerst zur Metekhi Kirche, über den Fluss  Mtkvari zu den Schwefelbädern, dann hinauf zur Festung Narikala und von dort mit der Seilbahn wieder hinunter zum Europaplatz und weiter zurück zum Hotel.

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Die Zeit vergeht wie im Fluge, denn es gibt viel zu sehen und viel zu erzählen. Ach ja wir wollten ja noch eine georgische Telefonkarte kaufen, damit die telefonischen Absprachen nicht immer über Deutschland laufen müssen. Also noch mal kurz zur Metrostation Avlabari. George geht mit uns zum führenden Fachgeschäft für SIM-Karten in Tbilisi. Auf gefühlten 2 Quadratmetern werden hier alle möglichen technischen Errungenschaften angeboten, wahrscheinlich Schuhe repariert und zur Not auch ein Ölwechsel am Auto durchgeführt. Ruckzuck hat der Verkäufer die passende SIM-Karte für mein I-Phone 4 in der Hand und eingebaut. Der Preis wird nach kurzer Diskussion auf 5 Lari (2,50 Euro) festgelegt. Leider hat mein I-Phone 4 eine Abneigung gegen moderne georgische SIM-Karten, jedenfalls wird nach einem kurzen Versuch mit einem anderen Telefon klar, meins will nicht mit dieser Karte. Also muss auch noch ein Telefon her, was in diesem gut sortierten Fachgeschäft natürlich kein Problem ist. Ein Griff und ein nagelneues Nokia steht zur Verfügung. Die für das I-Phone verkleinerte SIM-Karte wird mit handwerklichem Geschick, Klebestreifen und Teppichmesser wieder auf Normalformat gebracht und – siehe da –  es funktioniert einwandfrei.

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Ich könnte jetzt mein I-Phone im Tausch da lassen, aber da fällt mir die Trennung doch zu schwer und so verhandelt George einen Preis von 35 Lari (17,50 Euro). Jetzt muss die Karte noch aufgeladen werden, was an jedem Terminal möglich ist, die hier vor ganz vielen Geschäften stehen. Nummer eingegeben, zwei Lari eingeworfen und fertig ist es. (2 Lari = 1 Euro) sollen reichen  für 10 BIS 15 Gespräche. Diese Terminals scheinen  wahre Wundergeräte zu sein, denn wenn ich die Symbole richtig deute, kann hier wirklich alles bezahlen: Telefon, Fahrkarten, Strafzettel, Wasser- und Abwassergebühren, Steuern und wahrscheinlich auch die Mitgift.

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Ach ja und Mutti hat ihr Stadtauto auch vor so einem Wunderautomaten geparkt 😉

Hier zeigt sich Georgien von seiner hochmodernen Seite, es ist wirklich fast alles Online möglich. Auf dem klassischen Postweg verzichtet man hier völlig. Die Idee eine Postkarte nach Deutschland zu schicken heißt 2 Lari für die Karte plus 4 Lari für die Briefmarke (die es nur im Hauptpostamt zu kaufen gibt) und eine geschätzte Zeit bis zur Ankunft in Deutschland von mindestens 3 Wochen. Das müssen wir natürlich auch noch ausprobieren.

Am Nachmittag ziehen Elke und ich dann allein los, ich muss ja noch einige Fotos vom letzten Jahr verteilen. Ich finde die Marktstände sogar wieder und wir können fast alle Fotos zuordnen. Die Reaktionen reichen von Verwunderung bis hin zu Begeisterung.

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Wir machen uns dann auf dem Weg durch die Altstadt zum Freiheitsplatz, um uns wieder mit George zu treffen – ein erstes Telefonat mit dem neuen Nokia – und die Verabredung steht.

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Wir müssen ja noch die Schaltzentrale von http://www.georgia-insight.eu besuchen. Hier in der Aragvi Str. 10/12 in zentraler Lage laufen alle Fäden zusammen, werden Buchungen angenommen, die Reiseleiter eingeteilt und die Reiseteilnehmer vor, während und nach der Reise betreut, neue Reiseangebote erarbeitet. Das sympathische Team leistet hier wirklich eine tolle Arbeit. Georges Frau Katrin kann sich nur schwer vom Rechner lösen, es treffen immer wieder Emails von Kunden ein und die erwarten doch eine Antwort und auch Georges Telefon klingelt immer wieder, da es immer Wünsche von Teilnehmern gibt, um die es sich zu kümmern gilt. Wer sich also mit dem Gedanken trägt nach Georgien zu reisen… hier ist man richtig gut aufgehoben.
Heute Abend führen uns Katrin und George in ein neues Restaurant hoch oben auf dem Berg beim „blinkenden Fernsehturm“. Eine der steilsten Standseilbahnen Europas, auch gerade komplett neu renoviert, bringt uns in wenigen Minuten direkt ins Restaurant. Es ist sehr nobel und wir genießen ein fantastisches georgisches Essen mit georgischem Wein. Zum Abschluss des Tages genießen wir noch den Ausblick über die Stadt, aber ein kühler Sturmwind lässt uns dann doch wieder talwärts streben.

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Es war wieder ein ganz toller Tag. Morgen lernen wir dann Suliko kennen, der uns die nächste Tage Georgien zeigen wird.

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